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  by A S Shakiry
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Issue 29

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Tourisme Islamique Perspectives
View World Tourism Exhibitions

Über die Bedeutung von Konferenzen für Tourismuskonzepte

In Teheran fand vom 3. - 5. März 2007 die Internationale 'Tagung für Tourismus in den islamischen Ländern' statt. Während der vielen Meetings hielten die Universitätsprofessoren und Tourismusexperten Vorträge in denen sie ihre Vorstellungen und Analysen präsentierten, die anschließend diskutiert wurden.

Mehrere gute und fundierte Vorträge thematisierten das Tourismuspotential im Iran, sein Kulturerbe, sein Naturressourcen und die benötigten Maßnamen zur Förderung eines nationalen, regionalen und internationalen Tourismus. Die vielen Positionen in Vorträgen und Diskussionsbeiträgen illustrierten die Notwendigkeit nach weiterer Forschung. Lösungen werden benötigt, um den Tourismus zu fördern, der die hohen Ziele und Werte des Islams reflektiert und um ein Fundament für die Positionierung im globalisierten Tourismus zu legen. Uns wurde bewusst, wie wir von den positiven und negativen Erfahrungen vieler anderer Länder profitieren können.

Ich referierte über meine Forschungsergebnisse zum Tourismus und erläuterte, dass ich den 'Islamischen Tourismus' mit ITM und seiner Website ITW schon aufgegriffen hatte, als sich noch niemand des Themas annahm.

1. Zum Vortrag des malaysischen Referenten ergänzte ich, dass sich Malaysia als islamisches Land und Mitglied der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) zwar über sein reiches Kulturerbe und die islamischen Sehenswürdigkeiten bewusst ist, ich mich aber frage, ob Hotels die Werte von Familie, Humanität und dem Islam genügend aufgegriffen werden. Der Redner stellte die Situation positiv dar, plädierte aber aufgrund des Bezeichnung dafür, mit der weltweiten Verwendung des Labels 'Islamischer Tourismus' sensibel umzugehen.

                         

2. Der türkische Vertreter stellte das islamische Tourismuspotential dar, beschrieb islamische Denkmäler und zählte eine Reihe von bedeutenden Begleitern des Propheten und anderer Heiliger auf. Meine Ergänzungen bezogen sich auf die Geschichte dieser Persönlichkeiten und ihren Beitrag für die Muslime und die Menschheit.

Seit Atatürk sich entschieden hat, die arabischen Schriftzeichen durch lateinische zu ersetzen, trennt die Türkei die historischen Ereignisse von der Entwicklung der letzten 80 Jahre. Während der letzten zwei Jahrhunderte beschäftigen sich Forscher und Gelehrte mit den Sprachen und Kulturen prähistorischer Zivilisationen wie der Babylonier und Griechen. Während durch Technologie und Computer Sprachen zum Leben erweckt werden, die schon fast verschwunden waren, ist das islamische Erbe der Türkei verwahrlost.

Ich fragte, ob das islamische Erbe in Museen und Bibliotheken erhalten ist, ob sie genügend gewürdigt werden und ob sie für Touristen und Forscher zugänglich sind. Die Universitäten seien offen für diese Fragen, lautete die Antwort. Ich drückte meine Hoffnung aus, dass diese Offenheit noch erweitert werden würde.

 

3. Ich wiederholte die Wichtigkeit von Sprachen und ihrer Erhaltung, besonders dort, wo sie Schätze und nationaler Reichtum sind, nicht weniger wertvoll als irgendwelche Überreste von historischen Bauwerken. Die Zeit ist vorbei, als Sprachen von Minderheiten aus Angst vor Separatismus und dem Zerfall der Nationalstaaten unterdrückt wurden. Jedem sein Recht zu geben untermauert die nationale Zugehörigkeit. Wenn ein Land sein Erbe bewahrt, werden Gleichbehandlung und Wohlergehen in allen Teilen und ethnischen Gruppen aufrechterhalten.

Religionen sind länderübergreifend und unabhängig von der Nationalität. Länder sollten allen Religionen und Nationalitäten offen stehen, sodass der Bürger auf seine Religion, seine Heimat und sein Land stolz ist. Nationen werden sich öffnen, um einander zu verstehen, damit der folgende Koranvers wahr werden kann: " O ihr Menschen, wir haben euch von Mann und Weib erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, dass ihr einander kennen möchtet. Wahrlich, der am meisten angesehene von euch ist vor Allah, der, der unter euch der Gerechteste ist. Siehe, Allah ist allwissend, all kundig [in allen Sprachen]" (Hujurat/13).

 

4. Als das Thema der Tourismusinfrastruktur diskutiert wurde, warf ich ein, dass eine Lösung für die Verkehrsprobleme in islamischen Städten gefunden werden muss. Bislang sind die Versuche die Nachfrage nach Mobilität durch den öffentlichen Verkehr zu lösen unbefriedigend. Wir brauchen ein innovatives neues Beförderungsystem, das individuelle Bewegungsfreiheit garantiert, den Massentransport aufrechterhält und die Umwelt schont. Ich präsentierte die Idee der "Cycling Higways" und erklärte genau wie das funktionieren könnte.

 

5. Die Rolle der Medien im internationalen Tourismus war das Thema der nächsten Diskussionsrunde, an der ich teilnahm. Nach einer kurzen Darstellung der verschiednen Mediengattungen konzentrierte sich der Referent auf die Fachmedien. Sie sind höchst wichtig, weil sie die Beschäftigten der verschiedenen Sektoren verbinden und ihnen zudem helfen, ihren Vertrieb anhand von Forschungsergebnissen und Innovationen zu überprüfen, ihn weiterzuentwickeln und die modernen Methoden der Werbung und des Marketings zu nutzen.

 

6. Ich sprach zudem die Wichtigkeit internationaler, regionaler und lokaler Messen und Veranstaltungen an, um die einzelnen Tourismusangebote gemäß ihrer Eigenarten und Besonderheiten vermarkten zu können. Besonders bei hoch spezialisierten Angeboten sollte Werbung und Marketing im Mittelpunkt stehen. Davon besonders betroffen ist der islamisch religiöse Kulturtourismus und die damit verbundenen Touristenattraktionen.

 

7. Ich erklärte das Konzept des Islamischen Tourismus, der überall in den Diskussionen als Beispiel angeführt wird. Einige beschränkten den Islamischen Tourismus nur auf die Reiseaktivitäten zwischen islamischen Ländern oder den religiös motivierten Tourismus zu den heiligen Stätten. Die Analysen und die Diskussionen über die Inhalte eines Islamischen Tourismus waren nicht auf wenige Referenten beschränkt. Im Gegenteil, es gab viele Redner die dazu Stellung nehmen wollten. Es wurde betont, dass wir die Reichweite des Konzepts des Islamischen Tourismus ausweiten sollten. Wir definierten, dass er alle Arten von Tourismus einschließt, die Familienmoral, Humanität und islamische Werte achten. Diese Vorstellung ist bereits in den Werbeslogans von internationalen Organisationen und bedeutenden Firmen auf Messen aufgegriffen worden. So zum Beispiel von der World Tourism Organisation der Vereinten Nationen und der britischen Reed Company, die den Begriff des 'Responsible Tourism' für die letzte WTM-Ausstellung in London übernommen hat. Reed hat zudem einige dieser Vorstellungen in sein Programm für 2007 einfließen lassen. Ich kann nur hervorheben, dass es sinnvoll ist und auf großes Interesse stößt, die Bedeutungen des Islamischen Tourismus zu diskutieren. Das Thema hat auf der Konferenz die größte Aufmerksamkeit genossen.

 

8. Am letzten Tag der dreitägigen Veranstaltung präsentierte ich meinen Vortrag: Die Ausbreitung eine Kultur des Tourismus. Ich hatte mein Konzept in Arabisch vorbereitet und in Englisch übersetzt, aber da es keinen Übersetzer von Arabisch auf Farsi gab, der überwiegenden Sprache des Publikums, blieb mir die Wahl zwischen Persisch und Englisch. Weil mein Englisch flüssiger als mein Persisch ist, wählte ich Englisch und konzentrierte mich auf drei Kernaussagen:

Erstens: Der Schüleraustausch.

Zweitens: Die Einführung des Tourismus in die Lehrpläne und in allen Ausbildungsstufen.

Drittens: Die Einrichtung der islamischen Tourismusakademie in Nadschaf.

Diese Themen sind in meinen vorherigen Artikeln besprochen, kürzlich in einem Buch in Arabisch und Englisch erschienen und zudem auch auf der Website von ITM nachzulesen.

Glücklicherweise war ich der letzte Redner, denn all die zuvor referierten Themen und Forschungsergebnisse tangierten zwar alle Bereiche des Tourismus, aber keines thematisierte die Ausbildung von qualifiziertem Fachpersonal. Planer, Manager und Guides sind wichtig für die Verbreitung einer 'Kultur des Tourismus' in allen Bereichen, besonders für die jüngere Generation. Die Renaissance einer 'Kultur des Tourismus' sollte in jeder Nation Bestandteil der Tourismusentwicklung und Zukunftsplanung sein.

Mein Vortrag erhielt Anerkennung von Gelehrten und Wissenschaftlern, die meine Ideen, Visionen und Ansichten zum Islamischen Tourismus schätzten. Die meisten der Konferenzteilnehmer waren Universitätsstudenten, die ihre Professoren begleiteten.

Ich endete mit dem Schlussfazit, dass der Erfolg der letzten drei Tage nicht an der Qualität der Vorträge oder der Zahl der Zuschauer sondern an den Ergebnissen gemessen wird. Ob positiv oder negativ, jede auf der Konferenz gehaltene Rede bereichert den wissenschaftlichen Diskurs und hilft somit nicht nur Probleme aufzuzeigen, sondern trägt auch zur Lösungsfindung bei und damit auch für die Schaffung geeigneter Lernziele für die nächsten Generation - zur Verbreitung einer 'Kultur des Tourismus'.

Wenn die Politik den Nationen Sanktionen und Hindernisse auferlegt, lassen Sie uns in der arabischen Schreibweise im Wort "Politics" das "s" entfernen und durch ein "h" ersetzen. Dann öffnet der Tourismus die Türen zu Stolz und Wohlstand für unsere Nationen.

Wir bitten den allmächtigen Gott, die Organisatoren und Teilnehmer dieser Tagung zu führen und zu segnen, damit wir unsere Nation auf einen guten Weg bringen.

Möge Gott uns erfolgreich leiten.

 

A. S. SHAKIRY

Le dos pour dépasser

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